BitMEX-Mitgründer sehen sich mit Betrugsklage über 622 BTC konfrontiert, während Börse heruntergefahren wird

TL;DR
- BitMEX und Mitgründer Arthur Hayes sehen sich mit einer vorgeschlagenen Sammelklage wegen Betrugs, Insiderhandels und Server-Einfrierungen konfrontiert.
- Die Klage fordert die Rückgabe von 622 BTC und wirft der Plattform vor, Nutzer-Sicherheiten unrechtmäßig einbehalten zu haben.
- BitMEX de-listet im Juli 65 Handelspaare und Derivatemärkte, während der Betrieb eingestellt wird.
Gerichtsdokumente detaillieren Vorwürfe gegen die Führungsebene
Die Kryptowährungs-Derivatehandelsplattform BitMEX und ihre Mitgründer, darunter Arthur Hayes, sehen sich einer vorgeschlagenen Sammelklage gegenüber, die systemischen Betrug und Insiderhandel vorwirft. Die rechtlichen Schritte erfolgen zu einem kritischen Zeitpunkt, da die Börse ihren Plattformbetrieb aktiv einstellt und sich auf eine vollständige Schließung vorbereitet.
Den von CoinDesk gemeldeten Details zufolge behauptet die Klage, dass BitMEX unbefugt auf private Nutzerdaten zugegriffen und Kundensicherheiten ohne Erlaubnis einbehalten habe. Diese mutmaßlichen Handlungen sind Teil einer umfassenderen Beschwerde, die argumentiert, dass Kundenvermögen vor und während der Betriebsschließung der Börse missbraucht wurden.
Betrugsvorwürfe und Forderungen nach Bitcoin-Rückerstattung
Die Klage wirft der Börsenführung zudem vor, die Plattformabläufe absichtlich manipuliert zu haben, um Kleinanleger zu benachteiligen. Wie The Block berichtete, beschuldigt die Klage Arthur Hayes und andere Mitgründer, einen internen „Insider Trading Desk“ unterhalten und gleichzeitig gezielte Server-Einfrierungen durchgeführt zu haben, um die Handelsaktivitäten bei wichtigen Marktbewegungen zu stören.
Um den vermeintlichen Schaden auszugleichen, den die Plattformnutzer erlitten haben, skizziert die Klage konkrete Forderungen zur Vermögenswiederherstellung. Berichten von NewsBTC zufolge fordert die vorgeschlagene Sammelklage offiziell die Rückgabe von 622 Bitcoin (BTC) von BitMEX und macht geltend, dass diese Gelder den betroffenen Kunden gehören.
Massenhafte Delistings kennzeichnen die Betriebseinstellung
Die anhaltenden rechtlichen Herausforderungen fallen mit einer raschen Reduzierung der Kernmarktangebote der Plattform zusammen, da BitMEX seinen Schließungsplan umsetzt. Die Börse hat begonnen, ihre aktiven Handelsmärkte abzuwickeln, was zu signifikanten Einbrüchen bei der Gesamtliquidität und dem Gesamtvolumen führt.
CoinTelegraph berichtete, dass BitMEX allein im Juli 65 Handelspaare und Derivatenstrumente de-listet. Diese Welle von Entfernungsschritten markiert eine deutliche Beschleunigung der Plattformkürzungen, die die Gesamtzahl der in der gesamten ersten Jahreshälfte durchgeführten Paar-Delistings übertrifft, während die Börse ihre Schließung vollzieht.
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