Citi und DBS führen ersten tokenisierten USD-Transfer am Wochenende über SWIFT Ledger aus

TL;DR
- Citi und DBS haben an einem Wochenende eine USD-Überweisung zwischen Singapur und den USA abgewickelt.
- Die Zahlung nutzte tokenisierte Einlagen im blockchainbasierten digitalen Ledger von SWIFT.
- Der Test demonstriert eine Echtzeit-Abwicklung rund um die Uhr für institutionelle grenzüberschreitende Zahlungen.
Hintergrund
Grenzüberschreitende Abwicklungen waren traditionell auf Werktage beschränkt, wobei Verzögerungen durch veraltete Clearing-Systeme verursacht wurden. In den letzten Monaten haben große Banken blockchainbasierte Lösungen untersucht, um kontinuierliche und sofortige Liquidität bereitzustellen. SWIFT, das globale Nachrichtennetzwerk, hat ein digitales Ledger eingeführt, das auf Distributed-Ledger-Technologie basiert, um tokenisierte Vermögenswerte aufzuzeichnen und seine Infrastruktur zu modernisieren.
Die Durchführung des Piloten
An einem kürzlichen Wochenende haben Citi und DBS Bank erfolgreich einen US-Dollar-Betrag von Singapur in die Vereinigten Staaten transferiert, indem sie tokenisierte Einlagen nutzten, die im digitalen Ledger von SWIFT aufgezeichnet wurden. Die Transaktion, die von The Block als die erste Wochenendabwicklung dieser Art bezeichnet wurde, umfasste die Umwandlung des Fiat-Betrags in eine tokenisierte Darstellung, die Übertragung über das Blockchain-Ledger und die Einlösung bei der Zielbank. CoinDesk wies darauf hin, dass die Abwicklung ohne die Abhängigkeit von traditionellen Clearinghäusern abgeschlossen wurde, was die Rolle der Blockchain-Plattform von SWIFT bei der Ermöglichung dieses Prozesses unterstreicht. Beide Banken stuften den Test als Machbarkeitsnachweis für eine Abwicklung in Echtzeit rund um die Uhr ein, wobei CoinTelegraph betonte, dass der Vorgang die Machbarkeit einer kontinuierlichen globalen Abwicklung demonstriert.
Implikationen für institutionelle Zahlungen
Der erfolgreiche Pilotversuch signalisiert einen Wandel hin zu einem tokenbasierten Liquiditätsmanagement für große Finanzinstitute. Durch die Tokenisierung von Einlagen können Banken möglicherweise die Abwicklungslatenz verringern, die Betriebskosten senken und die Cashflow-Transparenz über Grenzen hinweg verbessern. Coingape wies darauf hin, dass die Fähigkeit, Zahlungen sofort und selbst an Wochenenden abzuwickeln, den Treasury-Betrieb neu gestalten und die Effizienz globaler Liquiditätspools steigern könnte. Darüber hinaus steht das Experiment im Einklang mit der breiteren Strategie von SWIFT, mit aufkommenden Systemen für digitale Zahlungen zu konkurrieren, die bereits rund um die Uhr operieren. Obwohl der Versuch im Umfang noch begrenzt ist, deutet die Beteiligung von zwei Großbanken auf ein wachsendes Vertrauen in blockchainbasierte Abwicklungsmechanismen hin.
Ausblick
Branchenbeobachter erwarten weitere Pilotversuche, um größere Volumina und zusätzliche Währungspaare zu testen. Wenn nachfolgende Tests die betrieblichen Vorteile bestätigen, könnten tokenisierte Einlagen zu einem Standardangebot für Banken werden, die ihre grenzüberschreitenden Zahlungsfunktionen modernisieren möchten. Die Zusammenarbeit zwischen Citi, DBS und SWIFT markiert daher einen bemerkenswerten Schritt zur Integration der Distributed-Ledger-Technologie in die Mainstream-Finanzinfrastructure.
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