Wall Street baut Einfluss auf den Kryptomarkt durch Makroökonomie, DeFi und Repomärkte aus

TL;DR
- Goldman Sachs erwartet eine bevorstehende Zinserhöhung durch die US-Notenbank, was Ökonomen zufolge eher die Stimmung an der Wall Street als Inflationsdaten widerspiegelt.
- Laut Cryptonews hat Charles Schwab zugelassen, dass XRP-ETFs als Sicherheit im traditionellen Repomarkt dienen.
- CryptoSlate berichtete, dass etwa 90 % der Handelsaktivitäten auf Plattformen wie Jupiter über zentralisierte Wall Street-Market-Maker abgewickelt werden.
Verändertes makroökonomisches Umfeld
Traditionelle Finanzinstitute üben, angetrieben von veränderten geldpolitischen Erwartungen, einen immer größeren Einfluss auf die Märkte für digitale Vermögenswerte aus. Wie CoinDesk berichtet, hat Goldman Sachs kürzlich seine Prognosen aktualisiert und rechnet mit einer bevorstehenden Zinserhöhung der Federal Reserve, womit sie sich den Einschätzungen anderer prominenter Wall Street-Institute anschließen. Die durch mögliche Zinsschritte verschärften Liquiditätsbedingungen könnten Volatilität erzeugen und Abwärtsdruck auf Risikoassets wie Kryptowährungen ausüben.
Ein von CoinDesk und Crypto Briefing zitierter Ökonom argumentierte, dass die jüngsten Zinsberatungen der Federal Reserve weitgehend darauf ausgerichtet sind, die Erwartungen der Wall Street zu besänftigen, anstatt rein auf makroökonomische Inflationskennzahlen zu reagieren. Crypto Briefing wies darauf hin, dass diese Verschiebung des politischen Fokus das Potenzial hat, die Marktschwankungen zu verstärken und den allgemeinen Risikorahmen sowohl für Marktteilnehmer als auch für Finanzinstitute neu zu gestalten.
Ausbau der institutionellen Marktstrukturen
Parallel dazu greift die institutionelle Integration tiefgreifender in die finanzielle Kerninfrastruktur ein. Cryptonews berichtete, dass der Brokeragewiese-Gigant Charles Schwab XRP-Exchange-Traded-Funds (ETFs) als gültige Sicherheit im Repomarkt akzeptiert.
Der Repomarkt stellt eine fundamentale Säule der kurzfristigen Liquiditätsmechanik der Wall Street dar. Indem Schwab XRP-ETFs als Sicherheiten zulässt, bindet das Unternehmen den Vermögenswert noch fester in standardisierte Finanzrahmen ein. Laut Cryptonews könnte diese institutionelle Validierung die Gesamtliquidität verbessern und als Katalysator wirken, während die traditionelle Infrastruktur regulierte Krypto-Produkte aufnimmt.
Zentralisierte Market Maker in DeFi
Der Einfluss der Wall Street dringt zudem in den Bereich der dezentralen Finanzen (DeFi) vor. CryptoSlate berichtete, dass schätzungsweise 90 % der Handelsaktivitäten auf dezentralen Plattformen wie dem Aggregator Jupiter stillschweigend über zentralisierte Wall Street-Market-Maker statt über herkömmliche dezentrale Liquiditätspools geleitet werden.
Der Einsatz institutioneller Market Maker zwar für eine höhere Liquidität und engere Spreads sorgen kann, hob CryptoSlate hervor, dass diese Abhängigkeit die operative Landschaft verändert. Da das zentralisierte Routing zunimmt, wirft dies Fragen hinsichtlich der Wahrung des dezentralen Gründungsgedankens von DeFi auf und unterstreicht die sich beschleunigende Konvergenz von traditionellem Finanzwesen und dezentralen Ökosystemen.
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